CyberWalk – ungehindertes Gehen in virtuellen Welten


 

Die Ergebnisse der Forschungsarbeiten finden Sie in den Unterseiten (englisch):

Cyberwalk: Omnidirektionale Bänder-Plattform

Cyberwalk Video

 

Cybercarpet: Kugelplattform

 

Foot Following Device: Plattform zur Simulation des Untergrundes

 

Anwendungen und technische Daten

 

Ziel des Projekts „CyberWalk“ ist die Entwicklung einer vollkommen neuartigen virtuellen Laufumgebung, die es der Versuchsperson ermöglicht, sich aktiv und ungehindert in verschiedene Richtungen durch virtuelle Welten zu bewegen. Als erste Anwendung ist ein Spaziergang durch die antike, ehemals persische Stadt Sagalossa geplant.

 

Kernstück der CyberWalk-Laufumgebung wird der so genannte CyberCarpet (Cyberteppich) sein. Am Antrag zum Forschungsprojekt war angedacht, den CyberCarpet  als eine Plattform mit einem Durchmesser von etwa 5 Metern zu konstruieren. Diese Plattform soll aus tausenden von kleinen, beweglich gelagerten Bällen - ähnlich einem überdimensionalen Kugellager - bestehen. Die Bälle werden durch ein Laufband, das auf einem Drehtisch montiert ist, von unten her angetrieben. Auf diese Weise ist es möglich, eine auf dem CyberCarpet laufende Person quasi unbemerkt immer wieder zur Plattformmitte zurück zu bringen. Von diesem Prinzip wurde auch ein Prototyp gefertigt (siehe Links oben).

 

Der CyberCarpet wird in Zusammenarbeit zwischen dem Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen, Abteilung Kognitive Humanpsychophysik (Prof. Heinrich Bülthoff), und der Technischen Universität München, Institut für Angewandte Mechanik (Prof. Heinz Ulbrich), entwickelt. Der Lehrstuhl für angewandte Mechanik übernimmt dabei die Entwicklung des Prototyps und die endgültige Konstruktion der Plattform.

 

 


Damit sich das Laufen auf der Plattform nachher auch natürlich anfühlt, werden von den Max-Planck-Wissenschaftlern Richtlinien erstellt, so dass die Plattform auf das menschliche Verhalten und deren Wahrnehmung abgestimmt ist. Entscheidend wird dabei hauptsächlich sein, wie sich die Kräfte, die bei der Beschleunigung der Plattform auftreten, auf die Wahrnehmung und Handlung  des Menschen auswirken.

Weitere Partner des Projektes sind die Eidgenössische Technische Hochschule in Zürich, Institut für Bildverarbeitung (Prof. Luc van Gool), deren Aufgabe darin besteht, durch Bildaufnahmen der laufenden Versuchsperson ein Signal zu erzeugen, das sich zur Steuerung der Plattform eignet – anderenfalls würde die Versuchsperson nach drei Schritten über den Rand der Plattform abstürzen. In dieser Aufgabe werden die Züricher Wissenschaftler unterstützt von der Universität Rom, Abteilung für Informatik (Prof. Alessandro De Luca), die geeignete Software zur Bewegungssteuerung entwickeln wird und dem Lehrstuhl für Steuerungs- und Reglungstechnik (Prof. Martin Buss) an der Technischen Universität München mit ihrer Expertise im Bereich optimierte Steuerungstechniken von komplexen Robotersystemen. Managementpartner in diesem Projekt ist die Agentur für Forschungsförderung AFWO GmbH (Tübingen, Dr. Friederike Wolf-Oberhollenzer).


NACH OBEN